Iran: 51 Tote bei Protesten - Merz, Macron und Starmer fordern Gewaltverzicht

upday.com 1 день назад
Deutschland, Frankreich und Großbritannien rufen Iran zum Gewaltverzicht auf (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben die iranische Führung gemeinsam zum Gewaltverzicht gegen Demonstranten aufgerufen. Die scharfe Verurteilung kommt, während in mehreren iranischen Städten die zweite Nacht in Folge Massenproteste toben und Berichte über Dutzende Tote die internationale Gemeinschaft alarmieren.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer erklärten in einem gemeinsamen Statement: «Wir sind zutiefst besorgt über Berichte von Gewalt durch iranische Sicherheitskräfte und verurteilen die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste.» Die drei Regierungschefs forderten die iranischen Behörden auf: «Wir fordern die iranischen Behörden nachdrücklich dazu auf, Zurückhaltung zu üben, von Gewalt abzusehen und die Grundrechte der iranischen Bürgerinnen und Bürger zu wahren.»

Videos, die von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert wurden, zeigen große Menschenmengen in der Hauptstadt Teheran. Im Stadtteil Saadat Abad schlugen Demonstranten auf Töpfe und skandierten «Tod Chamenei» - eine direkte Anklage gegen Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Auch in Maschhad, Täbris und Kom gingen Menschen auf die Straße.

Dramatische Zerstörung und steigende Opferzahlen

Die Gewalt hat ein massives Ausmaß erreicht. Teherans Bürgermeister Aliresa Sakani berichtete in einem von der Nachrichtenagentur Mehr verbreiteten Video: «Mehr als 30 Moscheen gingen in Flammen auf.» Zudem seien mehr als 50 Banken und mehrere staatliche Einrichtungen in Brand gesetzt worden.

Die Zahl der Todesopfer bleibt unklar, da das landesweit abgeschaltete Internet unabhängige Verifizierung erschwert. Die Organisation Iran Human Rights mit Sitz in Oslo meldete mindestens 51 getötete Demonstranten in knapp zwei Wochen, darunter neun Minderjährige. Ein Arzt aus Teheran berichtete dem US-Magazin Time von mehr als 200 Toten allein aus sechs Krankenhäusern der Hauptstadt - die meisten «durch scharfe Munition» getötet. Hunderte weitere wurden verletzt.

Trump droht mit harter Bestrafung

US-Präsident Donald Trump warnte die iranische Führung eindringlich vor weiterer Gewalt. In der Hugh Hewitt Show sagte er am Donnerstag: «Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun.» Trump präzisierte: «Wir werden uns einmischen, wir werden sie sehr hart treffen, wo es wehtut.» Er stellte klar, dass dies keine US-Bodentruppen bedeute.

Irans Botschaft in Berlin wies die europäische Kritik scharf zurück und nannte sie «heuchlerisch». In einer Erklärung hieß es: «Jene, die seit langem einen rechtswidrigen wirtschaftlichen Krieg gegen die iranische Bevölkerung führen, müssen für die daraus resultierenden Folgen zur Rechenschaft gezogen werden.» Die Botschaft spielte damit auf internationale Sanktionen an. Weiter erklärte sie: «Wir verurteilen böswillige Einmischungen in Irans innere Angelegenheiten, die darauf abzielen, Gewalt zu provozieren.»

Chamenei kündigt harten Kurs an

Ayatollah Ali Chamenei verurteilte die Protestierenden in einer am Freitag veröffentlichten Rede als «Unruhestiftern» und «dem Land schädlichen» Personen. Er kündigte einen harten Kurs gegen sie an und warf den Demonstranten vor: «Es gibt auch Leute, deren Arbeit Zerstörung ist» - und das geschehe «nur damit sich der Präsident der Vereinigten Staaten freut».

Die Proteste begannen am 28. Dezember, ausgelöst durch hohe Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage nach einem massiven Absturz der iranischen Währung Rial. Was als Protest wütender Händler in Teheran begann, weitete sich schnell auf mindestens 50 Städte und Ortschaften im ganzen Land aus. Die iranischen Behörden reagierten mit einem harten Vorgehen und einer landesweiten Internetblockade.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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