Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) fordern die schnelle Einführung eines digitalen Euro. Ziel ist es, den Euro als globale Reservewährung zu stärken und die europäische Wirtschaft vor den Schwankungen des US-Dollars zu schützen. Am Mittwoch war der Dollar kurzzeitig so schwach, dass der Euro auf über 1,20 Dollar stieg – eine Belastung für deutsche Exporteure.
Merz äußerte sich am Mittwochabend nach dem schwarz-roten Koalitionsausschuss besorgt über die Dollar-Entwicklung. «Ich sehe die Entwicklung des Dollarkurses schon seit geraumer Zeit mit einiger Besorgnis», sagte der Kanzler auf der Pressekonferenz. Der schwache Dollar sei «eine erhebliche zusätzliche Last» für die deutsche Exportwirtschaft. Merz betonte: «Wir wollen dafür werben, den Euro als Leitwährung auf der Welt neben dem Dollar zu akzeptieren. Das würde unsere Abhängigkeit vom Dollarkurs auch reduzieren.»
Klingbeil machte am Mittwoch in einer Videokonferenz mit fünf anderen EU-Finanzministern Druck auf schnelle Entscheidungen. «Angesichts der geopolitischen Lage, in der wir uns befinden, muss jeder, dem Europa wirklich am Herzen liegt, verstanden haben, dass man jetzt den Knoten durchschlagen muss», erklärte der Finanzminister. Der digitale Euro würde Europa mehr Souveränität verschaffen, weil eigene europäische Zahlungssysteme aufgebaut werden könnten. Klingbeil ergänzte: «Ich will, dass Europa so stark wird, dass wir uns vor keinem anderen Land kleinmachen müssen.»
Digitaler Euro und Kapitalmarktunion
Der digitale Euro ist eine geplante elektronische Bargeldform, die von der Europäischen Zentralbank ausgegeben werden soll. Er würde physische Münzen und Scheine als sicheres, kostenloses Zahlungsmittel innerhalb der Eurozone ergänzen, nicht ersetzen. Die EU-Finanzminister sind sich bereits einig über die Forderung nach seiner Einführung.
Klingbeil konzentriert sich zudem auf die Kapitalmarktunion, die Europa wettbewerbsfähiger machen soll. «Wir haben uns sehr stark mit der Frage beschäftigt, was können wir 2026 tun, um mit der Kapitalmarktunion voranzukommen», sagte der Vizekanzler. Deutschland hat als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt eine besondere Verantwortung.
Deutsche Führungsrolle in Europa
Klingbeil wies Kritik zurück, die deutsche Regierung wolle die EU spalten. «Das ist alles andere als ein Abgesang auf Europa», betonte der SPD-Co-Vorsitzende. «Sondern es geht darum, dass wir Knoten durchschlagen, dass wir Entscheidungen voranbringen.» Zahlreiche europäische Politiker hätten erleichtert reagiert, dass Deutschland eine Führungsrolle übernehme. Bestimmte Fragen seien seit Jahren in der Eurogruppe oder im Kreis der EU-Finanzminister ungelöst geblieben.
Klingbeil nannte es «sehr ärgerlich», dass das Europäische Parlament das EU-Mercosur-Abkommen mit südamerikanischen Staaten nochmals prüfen soll. Merz und Klingbeil betonten gemeinsam mit SPD-Co-Chefin Bärbel Bas und CSU-Chef Markus Söder die Notwendigkeit von Reformen in Deutschland, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Im Handelsstreit mit den USA setzen beide auf neue Partner durch Freihandelsabkommen mit Südamerika und Indien.
Der Hintergrund der Initiative ist die Politik von US-Präsident Donald Trump mit hohen Zöllen und einem gezielt schwachen Dollar, der amerikanische Exporte billiger und Importe teurer macht. Merz beobachtet zudem Trumps umstrittene Interventionen bei der US-Notenbank Fed – weitere Eingriffe könnten das Vertrauen in den Dollar als Reservewährung schwächen. Die Europäische Zentralbank und deutsche Exporteure hatten allerdings bereits vor einem zu starken Euro gewarnt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









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