1 Prozent Wachstum prognostiziert - aber ohne Trump-Zölle vom 1. Februar

upday.com 2 часы назад
Containerkräne im Hamburger Hafen symbolisieren den deutschen Außenhandel (Symbolbild) (Photo by Morris MacMatzen/Getty Images) Getty Images

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor massiven Folgen neuer US-Zölle für die deutsche Wirtschaft. Die angekündigten Strafzölle würden das Wachstum «erheblich drücken», erklärte die Industrie laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Für das laufende Jahr prognostiziert der BDI ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent – allerdings ohne Berücksichtigung der möglichen Zölle. US-Präsident Donald Trump hatte zum 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europäischen NATO-Staaten angekündigt, um den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA zu brechen.

BDI-Präsident Peter Leibinger bezeichnete die US-Zolldrohungen als «unangemessen und für alle Seiten schädlich». Europa müsse darauf «einig und selbstbewusst reagieren», forderte er. Die Wachstumsprognose von einem Prozent sei nach drei Jahren Stagnation ein «Hoffnungssignal», so Leibinger. Doch die Stimmung in der Industrie bleibe fragil. Erst Anfang Dezember hatte Leibinger die wirtschaftliche Lage Deutschlands noch als im «freien Fall» beschrieben.

Moderate Erholung nach Schwächephase

Die deutsche Wirtschaft zeigt nach mehreren schwachen Jahren erste Erholungstendenzen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2025 um 0,2 Prozent, nachdem Deutschland zuvor zwei Rezessionsjahre durchlebt hatte. Privater Konsum und staatliche Investitionen treiben den Aufschwung voran.

Die Exporte hingegen leiden unter internationalen Verwerfungen – Trumps Zölle treffen die deutschen Ausfuhren bereits seit Anfang 2025. Die Arbeitslosenquote steigt seit drei Jahren, während die Zahl der ausgeschriebenen Stellen laut dem Online-Jobportal Indeed zurückgeht.

Thomas Wolnewitsch von Transcargo beobachtet die Lage am Hamburger Hafen, einem wichtigen Barometer für den deutschen Außenhandel. Die Situation sei «schwieriger» geworden, sagte er. Wirtschaftliche Probleme würden dort allerdings mit einem halben Jahr Verzögerung sichtbar.

Die Wirtschaftsweisen sprachen in ihrem Gutachten im November 2025 trotz des Sondervermögens nur von mäßigem Schwung. Für 2026 erwarten Wirtschaftsinstitute zwar weiteres Wachstum, aber nur in moderatem Tempo.

Kritik an US-Wirtschaftspolitik

Der Ökonom Rüdiger Bachmann von der Universität Michigan attestierte der US-Regierung unter Trump am 21. Januar im Deutschlandfunk ein Scheitern bei wirtschaftlichen Wahlversprechen. «Und da hat er nicht geliefert», sagte der gebürtige Deutsche, der seit 25 Jahren in den USA lebt. Die wirtschaftliche Situation der meisten US-Bürger habe sich trotz Trumps Zusagen nicht verbessert. Zölle auf ausländische Produkte wirkten wie eine zusätzliche Steuer auf die Menschen. Bachmann äußerte große Sorgen über die politische Lage in den USA und befürchtet «schlimmere Dinge», die Trump vor den Kongresswahlen Ende 2026 tun könnte.

BDI fordert Strukturreformen

Der Industrieverband dringt auf schnellere strukturelle Reformen durch die Bundesregierung. Der BDI fordert, die Abwärtsentwicklung in der Industrieproduktion zu stoppen – ein Turnaround müsse 2026 eingeleitet werden. Konkret verlangt der Verband konsequenten Bürokratieabbau, eine langfristige Roadmap für ein Energiesystem mit niedrigeren Systemkosten, schnellere Genehmigungen für Industrieanlagen, flexiblere Arbeitszeitmodelle und Reformen der Sozialsysteme. Das Industriewachstum werde voraussichtlich schwächer ausfallen als die Gesamtwirtschaft, erwartet der BDI.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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